30.11.2012
Heute stand die Besichtigung folgender Hilfsprojekte und Bauvorhaben auf dem Plan:
1. Brusubi Nursery School
2. Sukuta Health Center
3. Lambai Nursery Health Center
In Kolonne ging es von Projekt zu Projekt. Wir wurden überall ( vor allem in den Schulen ) von Lehrern und Kindern begeistert empfangen. Für uns wurden Lieder und Tänze einstudiert und mit geballter Lebenfreude vorgeführt.
Die Nursery Schools sind Vorschulen, in denen die Kinder auf die Basic School vorbereitet werden, d.h. Englisch lernen sowie die Grundkenntnisse in der Begriffswelt, denn der Unterricht beginnt in der Basic School ausschließlich in Englisch und die Kinder sprechen auf der Strasse nur afrikanische Dialekte. Sie hätten keine Chance auf Bildung, denn die Schulpflicht wird hier fakultativ angewandt.
Unsere Idee mit den Kinderschuhen war goldrichtig, aber die Verteilung ein Problem. Die ersten Schuhe konnten mit Hilfe der Lehrer an Barfußkinder übergeben und angepasst werden. Doch dann brachen alle Dämme und Uwe konnte sich des Ansturms der Kinder nicht erwehren. Ingo konnte kaum filmen, da Uwe im Meer der Kinder unterging. Man kann sich nicht vorstellen, was ein paar feste Schuhe und Sandalen hier für Freude auslösen. Ein Junge hatte viel zu grosse und zu hohe Schuhe an, doch die Mutter bestand darauf, ein wirklich süsses Bild.
Also wer hier mitfährt, sollte seinen kostbaren Platz nicht nur mit Plüschtieren, sondern vor allem mit Kinderschuhen füllen, denn hier sind die Wege und Strassen voller Unrat.
Das Health Center ist eine staatliche "Klinik," welche von der DBO mit Mitteln unterstützt wird. Die Bedingungen sind trotzdem für uns unvorstellbar.
Das dritte Objekt ist eine Schule im Bau. Für 44.000 € wird diese nach gutem Standart schlüsselfertig errichtet.(Seht auf unser Endergebnis der Versteigerung und ihr wisst wieviel Gutes damit getan wird! Alles geht 1:1 in die Projekte!
Leider hatte der Tag einen Wermutstropfen.
Im Health Center hat Ingo seine Videokamera für einen Moment auf das Dach des Autos abgelegt um zu fotografieren, schon war sie gestohlen. Den Täter ist auf dem Foto gut zuerkennen, denn wir trafen ihn in Handschellen im Polzeirevier wieder.
Eine Polizistenfrau, welche zufällig gerade als Patientin vorort war, hatte den Diebstahl bemerkt und ihrem Mann gemeldet. So klickten die Handschellen schneller als der junge Kriminelle gucken konnte.
Mit Heinz Bormann fuhren wir zum Polizeirevier um die Kamera abzuholen. Mit 500 Dalasi für Getränke ("Trink-Geld") waren wir uns mit den anwesenden jungen Polizisten schnell einig, identifizierten Täter und Kamera, schrieben Protokolle in Englisch und wollten gerade gehen, doch wir hatten die Rechnung ohne den plötzlich von seinem Mittagsschlaf auftauchenden Polizeichef gemacht. Dieser bestimmte, das die Kamera ein Beweisstück wäre und wir vor Gericht aussagen sollten. Es entspann sich einheftiger Disput zwischen Heinz und dem Polizeichef, ein 1,60m Gernegroß, welcher sich in aller Ruhe provokatorisch die Füsse wusch. Nach drei Stunden konnten wir das "Polizeirevier" samt Kamera verlassen.
Der Tag war für uns gelaufen und das bei fast 40 Grad. Wir waren froh, spät im blue kitchen unser Bier und sehr gute deutsche Kost zu bekommen.
Spät abends fielen wir ins Bett und hatten keinen Bock mehr, den Tagesbericht für die Homepage zu erstellen, aber wir holen alles nach!























